Gedankenwelt
Gedanken und Empfindungen
 
 
Frizz
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Erschienen im novum pro Verlag

Impressum
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© 2011 novum publishing gmbh
 
ISBN Printausgabe: 978-3-99003-314-2
ISBN e-book: 978-3-99003-602-0
Lektorat: Mag. Sandra Jusinger
Umschlagfoto: Friedrich Pancochar
 
Gedruckt in der Europäischen Union auf umweltfreundlichem, chlor- und säurefrei gebleichtem -Papier.
 
www.novumpro.com
 
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Hast du Zeit für mich
 
Hast du ein wenig Zeit für mich
dann hört mir einfach jetzt gut zu
denn vielleicht interessiert es dich
wer ich bin, was ich so tu
 
Du weißt, ich schreibe an Gedichten
das kennst du aber schon von mir
teils wahr, teils sind es nur Geschichten
die ich in meinem Herzen spür
 
Was wahr ist und was Fiktion
das musst du schon selbst erkunden
nur eines, das verrat ich schon
nicht alles hier ist frei erfunden
 
Vieles, worüber ich berichte
hat einen wahren Hintergrund
es fällt mir leichter, wenn ich dichte
die Wahrheit hier zu tun auch kund
 
All meine Träume, meine Sorgen
hab ich in Verse hier gekleidet
um meine Seele herzuborgen
an jeden, der wie ich grad leidet
 
So kann ich anderen vermitteln
was sich in meinem Innern tut
auf diese Weise abzuschütteln
die Ängste, tut der Seele gut
 
Ich schreib für dich, ich schreibe gerne
ich schreib für alle die es lieben
kennt ihr mich auch nur aus der Ferne
wir sind uns immer nah geblieben
Nachruf an einen Freund
 
Siehst du mir jetzt von dort oben zu
ist meine Gabe dein Vermächtnis
dass ich so schreibe wie einst du
damit du uns bleibst im Gedächtnis
 
Wie oft hab ich mir doch gedacht
könnte es nicht wieder wie früher sein
zusammen haben wir viel gelacht
und wir waren niemals allein
 
Immer war jemand da für mich
wenn es was zu erzählen gab
heute war ich besuchen dich
stand schweigend lang vor deinem Grab
 
Und dachte an die schönen Stunden
an deine sanften Liebeslieder
wohin ist diese Zeit entschwunden
ich hätte sie so gerne wieder
 
Die Seele wär beinah gestorben
sie war schon auf dem Weg zu dir
ein böser Fluch hat sie verdorben
hatte Angst, dass ich sie verlier
 
Doch ich fand in letzter Minute
ein mitfühlendes Menschenkind
eine Seele, eine herzensgute
sie holte mich zurück geschwind
 
Hier seht ihr mich Gedichte schreiben
mit dem Gefühl, nicht mit dem Willen
so wird’s, so lang ich kann, auch bleiben
um dies Vermächtnis zu erfüllen
 
Auf Wiedersehen, mein Freund
 
 
 
Das Rendezvous
 
Unter der Eiche, dort im Garten
Mit einem Strauß voll roter Rosen
Sieht man ihn ungeduldig warten
Das Herz rutscht fast ihm in die Hosen
 
Heute wird er zum ersten Mal
Sie seh’n, die er noch gar nicht kennt
Die aus dem Computer Chatportal
Und die er dort „mein Sternchen“ nennt
 
Er kann es kaum erwarten noch
Wird sie auch halten ihr Versprechen
Das sie ihm gab, oder hat doch
Sie sich entschieden es zu brechen
 
Die Ungewissheit nagt ihn ihm
Er hält die Rosen krampfhaft fest
Er fände es wahrhaftig schlimm
Wenn sie ihn jetzt hier sitzen lässt
 
Es beginnt jetzt leichter Regen
Er hofft, dass es schnell ist vorbei
Sie kommt sonst vielleicht nicht deswegen
Dass es umsonst gewesen sei
 
Da hört er plötzlich hinter sich
Eine Stimme leise fragen
„Wartest du vielleicht auf mich?“
Er weiß nicht recht, soll er es wagen
 
Sich jetzt ganz einfach umzudrehen
Bis sie ihn ganz leicht berührt
Er kann ihr in die Augen sehen
In denen er die Liebe spürt
 
Ein smaragdgrünes Augenpaar
Zieht ihn sofort magisch an
Ihr schulterlanges rotes Haar
Das er jetzt fast berühren kann
 
Er überreicht die Rosen ihr
Denn er findet es eben richtig
Sie sagt „Egal, du bist jetzt hier
Das allein ist für mich wichtig
 
Ich war schon viel zu lang allein
Und so begann ich dir zu schreiben
Doch irgendwann, da sah ich ein
Dabei allein soll es nicht bleiben
Denn ich sehne mich so sehr
Nach zärtlicher Geborgenheit
Und wollte nicht warten mehr
In meiner dunklen Einsamkeit
 
Will jemanden auch endlich spüren
Will ihn halten, will ihn küssen
Einen Menschen zu berühren
Musste ich schon zu lang vermissen.“
 
Die Rosen waren nicht mehr wichtig
Fest hielten beide sich umschlungen
Gott Amor war heut wieder tüchtig
Hat wieder einen Sieg errungen