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Übersetzung aus dem Amerikanischen von Michael Benthack, Maren Klostermann, Lexa Katrin von Nostitz, Erica Mertens-Feldbausch und Stefanie Hutter

ISBN 978-3-492-96565-1

© 1996, 2016 by Hoop-a-Joop, LLC

Titel der amerikanischen Originalausgabe: »Eat Right For Your Type – The Individualized Diet Solution for Staying Healthy, Living Longer & Achieving Your Ideal Weight. Revised and Updated Edition«

G. P. Putnam’s Sons, New York 1996

© der deutschsprachigen Ausgabe:

1997, 1999 Piper Verlag GmbH, München

Covergestaltung: FAVORITBUERO, München

Covermotiv: shutterstock.com und plainpicture

Datenkonvertierung: Kösel Media GmbH, Krugzell

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Dem Andenken meines guten Freundes

John J. Mosko (1919 1992)

»This day is called the feast of Crispian:

He that outlives this day, and comes home safe,

Will stand a tip-toe when this day is named,

And rouse him at the name of Crispian.«

Der heut’ge Tag heißt Crispianus-Fest:

Der, so ihn überlebt und heimgelangt,

Wird auf dem Sprung stehn, nennt man diesen Tag,

Und sich beim Namen Crispianus rühren.

William Shakespeare,

Heinrich V., 4. Akt, 3. Szene

Inhalt

Vorwort: Eine Diät für das 21. Jahrhundert

Einleitung: Das Lebenswerk zweier Menschen

TEIL I: IDENTITÄT UND BLUTGRUPPE

1 Die Entstehung der Blutgruppen:
Die wirkliche Revolution in der Evolution

2 Der Code im Blut:
Die Blutgruppen als Blaupause

3 Blutgruppe und Gewichtsabnahme:
Ein individueller Zugang

4 Wirkungsmöglichkeiten der Blutgruppendiät:
Ehe Sie beginnen

TEIL II: IHRE BLUTGRUPPENDIÄT

5 Die Blutgruppendiät für Gruppe 0

6 Die Blutgruppendiät für Gruppe A

7 Die Blutgruppendiät für Gruppe B

8 Die Blutgruppendiät für Gruppe AB

9 Die zehntägige Blutgruppendiät-Challenge

TEIL III: BLUTGRUPPE UND GESUNDHEIT

10 Möglichkeiten zur Prävention:
Die Zusammenhänge zwischen Blutgruppe und Gesundheit

11 Die Blutgruppe:
Eine Macht im Kampf gegen Krankheiten

12 Blutgruppe und Krebs:
Der Kampf um Heilung

Epilog: Gemeinsam voranschreiten – die nächsten Ziele

Anhang A: Übersichtstafeln zu den einzelnen Blutgruppen

Anhang B: Auf die Ergebnisse kommt es an

Anhang C: Häufige Fragen

Anhang D: Glossar

Anhang E: Die Blutgruppen-Community

Anhang F: Literaturverzeichnis

Danksagungen

Ein wichtiger Hinweis: Das vorliegende Buch stellt keinen Ersatz für die Empfehlungen eines Arztes oder anderer mit der medizinischen Versorgung beauftragter Personen dar. Vielmehr soll es den Leser mit den nötigen Informationen versorgen, die ihm bei einer Zusammenarbeit mit Ärzten und anderen im Gesundheitsbereich Tätigen in Fragen seiner physischen Belange von Nutzen sind.
Um der ärztlichen Schweigepflicht zu entsprechen, hat der Autor alle Angaben zur Identität der in den Fallgeschichten vorgestellten Personen geändert.
Verlag und Autor tragen keine Verantwortung für jegliche Waren und/oder Dienstleistungen, die in diesem Buch angeboten oder angesprochen werden, und lehnen ausdrücklich jegliche Haftung in Verbindung mit der Ausführung von Bestellungen solcher Waren und/oder Dienstleistungen sowie für jeden Schaden, Verlust und für Kosten, in Bezug auf eine Person oder Eigentum, die daraus erwachsen oder damit zusammenhängen, ab.

Vorwort

Eine Diät für das 21. Jahrhundert

Die Blutgruppendiät gibt es seit 20 Jahren. Das ist für mich und für die Millionen Menschen auf der ganzen Welt, die 4 Blutgruppen, Vier Strategien für ein gesundes Leben, jenes Buch, mit dem alles begann, gekauft haben, ein schönes Jubiläum. Am erstaunlichsten ist an den 4 Blutgruppen, wie lange sie sich gehalten haben. Ein Diätbuch, das sich nach zwei Jahrzehnten noch immer so gut verkauft, ist eine Seltenheit. Diäten kommen und gehen mit schöner Regelmäßigkeit. Sie sind der absolute Renner und werden dann in der nächsten Saison vom nächsten Renner abgelöst. Auch die Blutgruppendiät wird von Skeptikern mitunter als »Modediät« abgetan, als etwas, das kurzfristig immensen Zulauf hat und dann rasch verschwindet. Nach 20 Jahren dürfen wir nun wohl behaupten, dass dem nicht so ist.

Im Jahr 1997 machte ich mich daran, mein Lebenswerk in der ersten Ausgabe dieses Buches zu veröffentlichen, und ehrlich gesagt hatte ich keine Ahnung, ob es ankommen würde. Damals kannten die wenigsten Menschen ihre eigene Blutgruppe. Man hatte ihnen in der Schule gesagt, die Blutgruppe wäre nur für Bluttransfusionen von Bedeutung. Ich kam mit einer radikalen Idee: dass die Blutgruppe als genetisches Kraftzentrum mit primärem Einfluss auf Immunsystem, Stoffwechsel und Verdauungsvorgänge anzusehen sei und jede Blutgruppe bestimmte Vorlieben in der Nahrungsmittelauswahl zeige. Die Blutgruppe war nicht länger ein geheimnisvoller Faktor, an den man nur im Notfall dachte, das Wissen um sie war plötzlich Voraussetzung für lebenslanges Wohlbefinden.

Ich schrieb 4 Blutgruppen in einfachem, klarem Stil, leicht verständlich für jeden Laien. In meinen weiteren Büchern ging ich mehr auf die wissenschaftlichen Zusammenhänge ein – für alle, die sich näher damit befassen wollten. Das Ziel von 4 Blutgruppen war jedoch, Grundidee und Diät vorzustellen. Viele Menschen fühlten sich ursprünglich davon angezogen, weil es hier eine wissenschaftliche Erklärung für viele ungeklärte Probleme im Bereich der Gewichtsabnahme oder der Gesundheit zu geben schien. Und wenn es funktionierte, erzählten sie es ihren Freunden und es sprach sich herum. Und verbreitete sich weiter. 4 Blutgruppen verstieß gegen alle Branchenregeln für Diät-Verkaufshits. Es wurde nicht sofort zum Bestseller, sondern steigerte sich allmählich, aber beharrlich – bis in die Gegenwart. Weltweit wurden 7 Millionen Bücher in 65 Sprachen verkauft! Der Erfolg gründet sich nicht auf eine billige Masche, sondern auf Beweise und Wissenschaft – und Erfolge.

Lange bevor Eat Right for Your Type (Deutsch: 4 Blutgruppen) in der Bestsellerliste der New York Times erschien und eine Million Exemplare verkauft hatte, merkte ich, dass im Lesepublikum etwas in Gang gekommen war. Ich wurde mit E-Mails, Briefen und Anrufen überschwemmt. Die Erfahrungen der Menschen mit dieser Diät lösten große Emotionen aus.

Ich hörte von Kindern mit chronischer Mittelohrentzündung, die plötzlich verschwand, von einer Mutter mit lebenslanger Colitis (Dickdarmentzündung), die besser wurde, einem Vater, dessen rheumatoide Arthritis abklang, einem Freund, der seine Cholesterin- oder Blutdruckmedikamente absetzen konnte, und natürlich von Gewichtsabnahme. Menschen berichteten, sie hätten sich niemals besser gefühlt, wären leistungsfähiger, hätten nach dem Essen keinen Blähbauch mehr. Sie erzählten von Laborergebnissen, die den Arzt in Erstaunen versetzten. Viele der betroffenen Ärzte, aber auch Naturheilkundler, übernahmen die Blutgruppendiät schließlich für ihre Patienten.

Auf Vortragsreisen wurde ich regelmäßig von Lesern angesprochen, die – zum Teil mit Tränen in den Augen – berichteten, wie sie medizinische und Fitness-Probleme nach vielen Jahren überwunden hatten. Viele beschrieben, wie sie alles versucht hatten und es einfach nicht geschafft hatten, Gewicht abzunehmen und gesund zu leben – bis sie es mit der Blutgruppendiät versuchten. Lebenslange Leiden wurden überwunden. Positive Veränderungen wurden erreicht – der einzig wichtige Erfolgsmaßstab. Und die Erfolge waren nicht bloß kurzfristig wie bei den meisten populären Diäten. Die Blutgruppendiät ließ sich leicht einhalten und wurde für die Menschen zu einer langfristigen Ernährungs- und Lebensweise.

Das Konzept gewann immer mehr an Beliebtheit, obwohl es massive Widerstände gab. Nicht nur traditionelle Ernährungsfachleute sprachen sich dagegen aus, sondern auch Verfechter alternativer Ernährungskonzepte, die ihre Lieblingstheorien durch meine Methoden bedroht sahen.

Ich könnte mir die Wände tapezieren mit all den Artikeln, in denen behauptet wird, dass die Blutgruppendiät nicht funktioniert; die meisten basieren auf fehlerhaften Studien, unerklärlichem Groll oder einfach der unerschütterlichen Überzeugung, dass etwas Neues oder Unbekanntes keinesfalls stimmen konnte. Als besonders amüsant empfand ich eine Studie aus dem Jahr 2014 zur »Entlarvung« der Blutgruppendiät – die Studie zielte nicht auf ein Ergebnis, sondern auf eine Schlussfolgerung ab. Als wir uns die Studie, die dem Artikel zugrunde lag, näher ansahen, zeigte sich, dass keiner der Teilnehmer wirklich die Diät auf Punkt und Beistrich eingehalten hatte. In einem Beispiel verzehrten die Testpersonen Kartoffelchips, belegte Brötchen, Pizza, Käse-Makkaroni, Pommes frites und Fleischwaren und hielten dabei nur 13,7 Prozent der Richtlinien und Empfehlungen der Blutgruppendiät ein. Die Studie mag etwas entlarvt haben, aber sicherlich nicht die Blutgruppendiät.

Was die Menschen hierzulande essen, ist ein großes Geschäft. An der Aufrechterhaltung des Status quo besteht offizielles und finanzielles Interesse, veraltete Konzepte wie die Ernährungspyramide oder universelle Gebote zu »gesunden« und »ungesunden« Nahrungsmitteln müssen ihre Gültigkeit behalten. Betrieben wird das alles von staatlich anerkannten Diätassistenten, Gesundheits-»Experten« und anderen, die finanziell und gesellschaftlich vom Status quo abhängen. Sie predigen Ernährungslehre quasi vom Berg herab – Fleisch ist gut, Fisch ist schlecht, Fett ist tödlich, alles Gemüse ist gesund – wie auch immer die aktuelle Botschaft lautet. Was sie nicht sagen (und was die Blutgruppendiät so einzigartig macht), ist, dass jeder Mensch anders ist und daher unterschiedliche Ernährungsformen nötig sind. Als ich 4 Blutgruppen schrieb, gab es das Wort Nutrigenomik (befasst sich mit dem Zusammenhang zwischen Genen und Ernährung) noch nicht, aber die Blutgruppendiät ist unbestritten die erste nutrigenomische Diät. Die Blutgruppendiät zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass sie in einer Gesellschaft, in der die Menschen sich längst an eine Universallösung für alle gewöhnt haben, eine Theorie der persönlich zugeschnittenen Ernährung anbietet. Angesichts unseres wachsenden Wissens im Bereich der Genetik, der Biochemie und der Darmflora wird die persönlich zugeschnittene Ernährung jedoch zweifellos der Trend der Zukunft sein. Insofern ist die Blutgruppendiät eine Pionierleistung und ein neuer Ansatz, der Menschen als Individuen ansieht.

In den vergangenen 20 Jahren gelangte die Wissenschaft allmählich zu der Einsicht, dass unsere Blutgruppe tatsächlich wichtige Aussagekraft für unsere Neigung zu bestimmten Krankheiten hat. Jedes Jahr erscheinen neue Studien (siehe Anhang G), die die Blutgruppe mit einer weiteren Krankheit in Verbindung bringen, und eine im Jahr 2016 erschienene Übersichtsarbeit ging sogar so weit zu behaupten, dass »Blutgruppenmerkmale nach dem AB0- und Lewis-System vielversprechende Ansatzpunkte für neue Methoden der personalisierten Medizin« seien. Bemerkenswert ist, dass die Grundsätze der Blutgruppendiät seit zwei Jahrzehnten unverändert bestehen, mittlerweile aber weit mehr Akzeptanz in der Medizin und Wissenschaft, sowie in der Bevölkerung ganz allgemein für die Bedeutung der Blutgruppe vorhanden ist. Die Blutgruppendiät war ihrer Zeit voraus, sie wurde entwickelt, bevor der genetische Durchbruch erzielt wurde. Doch das erweiterte Verständnis für die biologische Vielfalt hat den Ansatz nur noch weiter untermauert.

Meine Kritiker argumentieren weiterhin, die Blutgruppendiät an sich hätte noch keine strenge Doppelblindstudie durchlaufen, die als Goldstandard der Forschung gilt. Das mag stimmen, aber die Doppelblindstudie eignet sich weit besser für Untersuchungen einzelner Therapien oder Interventionen, wie Medikamente oder medizinische Verfahren. Die Logistik einer Prüfung der Ernährung gemäß Blutgruppe wäre kaum zu bewältigen. Tausende Teilnehmer müssten aufgenommen, ihre Ernährung sorgfältig geregelt werden. Würden die Menschen sich tatsächlich an die vorgeschriebene Diät halten? Und auch wenn sie diese genau einhielten – das Experiment würde Jahre dauern, weil es so lange dauert, bis die gesundheitlichen Auswirkungen sichtbar werden. Was wäre nötig, um die Blutgruppendiät zu testen, eine Theorie, bei der es um Hunderte Nahrungsmittel geht – und das vier Mal, für jede Blutgruppe ein eigener Test? Wenn Sie das Fehlen einer großen Plazebo-kontrollierten Doppelblindstudie für die Blutgruppendiät beunruhigt, wird es Sie vielleicht interessieren, dass man allgemein davon ausgeht, dass dies auf mehr als 25 Prozent aller verschriebenen Pharmazeutika zutrifft.

Das heißt aber nicht, dass wir über keine Beweise verfügen. Mein Blood Type Outcome Registry besteht seit langem, darin sind die Einträge Tausender Teilnehmer verzeichnet, welche Verbesserungen sie selbst beobachten konnten und was sich bei Labortests und ärztlichen Untersuchungen zeigte. Im Laufe der Jahre befragten wir unsere vielen Tausend Anhänger über soziale Medien und unsere Website, erkundigten uns nach ihren Erfahrungen mit der Blutgruppendiät. Unsere großen Umfragen ergaben wiederholt Zufriedenheitswerte von 85 bis 90 Prozent für die Blutgruppendiät. Interessant ist daran nicht das Ausmaß der Zufriedenheit, denn das ist subjektiv, sondern die Einheitlichkeit über die vier Blutgruppen hinweg – von denen jede eine speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Diät einhält.

Wir bitten Sie also einfach, zu einer Ein-Personen-Studie mit »n = 1«, wie die Mediziner sagen, zu werden (n bezeichnet die Anzahl der Teilnehmer eines Forschungsprojekts). Sie haben nichts zu verlieren. Jede der vier grundlegenden Blutgruppendiäten ist eine gesunde Ernährungsweise. Viele populäre Diäten enthalten ähnliche Diätempfehlungen – mit dem Unterschied, dass sie dort für jeden gelten. Die Blutgruppendiät erweitert sie lediglich um den Aspekt, dass Sie dann wissen, welche der vier grundsätzlich gesunden Ernährungsweisen für Sie die gesündeste ist.

Die wachsende Zahl der Anhänger der Blutgruppendiät gehört zu den erfreulichsten und erstaunlichsten Entwicklungen unserer Reise. Dass diese Ernährungsweise auf der ganzen Welt angenommen wurde, stellte uns vor die Herausforderung, wie wir all diese Menschen ansprechen, ihnen Anleitung und Unterstützung bieten konnten. Vor 20 Jahren steckte das Internet noch in den Kinderschuhen, es gab kaum Online-Gruppen, doch wir wagten den Schritt und richteten ein einfaches Online-Forum ein, das sich mit der Zeit zu einem Online-Center für Informationsmaterial, Listen vorteilhafter Lebensmittel mit gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen, bezeichnet als Nutrazeutika, Ergänzungspräparate, Ausbildung und Unterstützung auswuchs und mittlerweile zu den fortschrittlichsten im gesamten Internet gehört. Mit den wachsenden Möglichkeiten im Web wurden soziale Medien und Handy-Apps zu Kontakt-, Lern- und Unterstützungsmöglichkeiten für Anhänger der Blutgruppendiät. Eine bahnbrechende klinische Veränderung am College für Naturheilkunde der Universität Bridgeport erlaubt mir nun, angehende Ärzte in den Grundsätzen der individuellen Genetik und der Blutgruppendiät auszubilden.

Da die Blutgruppendiät mittlerweile Millionen Anhänger gefunden hat, hielten wir das 20-jährige Jubiläum für den perfekten Zeitpunkt, eine aktualisierte Fassung des Buches herauszubringen. Diese Jubliäumsfassung von 4 Blutgruppen, Vier Strategien für ein gesundes Leben, wurde überarbeitet und enthält neue Informationen, die die Umsetzung der Diät erleichtern sollen, sowie neueste Forschungsergebnisse, etwa ein Kapitel über Gewichtsabnahme mit der Blutgruppendiät, neueste Erkenntnisse über Blutgruppe und Mikrobiom, über den Zusammenhang zwischen Blutgruppe und Krankheiten sowie Angaben dazu, wie man die mittlerweile riesengroße Gemeinschaft der weltweiten Anhänger der Blutgruppendiät nützen kann. Und wenn Sie immer noch Zweifel haben und sich scheuen, die Diät zu versuchen, können Sie mit einer 10-tägigen Blutgruppendiät-Challenge selbst in sehr kurzer Zeit herausfinden, ob sich diese Diät für Sie eignet.

Wenn ich auf die letzten 20 Jahre zurückblicke, werde ich von enormer Dankbarkeit erfüllt. Ich begann als einsamer Rufer in der Wüste, der eine neue Ernährungs- und Lebensweise postulierte. Mir erschien die wissenschaftliche Grundlage, erweitert um meine eigenen klinischen Erfahrungen, überzeugend. Dennoch hätte ich mir niemals träumen lassen, wie sich die Dinge entwickeln würden. Dank der überwältigenden Reaktion meiner Leserschaft, die mir vertraute und in ihrem Vertrauen bestätigt wurde, wurde aus der seltsamen kleinen Diät eines gänzlich Unbekannten ein wesentlicher Faktor im Bereich Ernährung. So ändern sich die Dinge!

Mit dieser Ausgabe möchte ich die nächsten 20 Jahre einläuten. Ich lade Sie herzlich ein, mich auf dieser fantastischen Reise zu begleiten.

Peter J. D’Adamo

Januar 2017

Einleitung

Das Lebenswerk zweier Menschen

»Ich bin der Überzeugung, dass kein Mensch auf Erden dem anderen gleicht; jeder Mensch unterscheidet sich vom anderen hinsichtlich des Fingerabdrucks, des Lippenabdrucks und des Stimmabdrucks. Jeder Grashalm ist besonders geformt, keine Schneeflocke gleicht der anderen. Da meiner Ansicht nach kein Mensch dem anderen gleicht, halte ich es für unlogisch, dass zwei Personen die gleichen Nahrungsmittel essen sollen. Da jeder Mensch in einem besonderen Körper wohnt – mit speziellen Stärken, Schwächen und Anforderungen an die Ernährung –, bleibt dem Arzt nur eine Möglichkeit, die Gesundheit eines Menschen zu bewahren oder ihn von einer Krankheit zu heilen: Er muss sich auf die besonderen Bedürfnisse des einzelnen Patienten einstellen.«

James D’Adamo,

mein Vater

Die Blutgruppe ist der Schlüssel, der die Tür zu der geheimnisvollen Welt von Gesundheit, Krankheit, Langlebigkeit, körperlicher Vitalität und emotionaler Stärke öffnet. Sie bestimmt die Krankheitsanfälligkeit und gibt vor, welche Nahrungsmittel man zu sich nehmen und wie man sich körperlich betätigen soll. Sie ist ein Faktor für den Grad Ihrer Energie, Ihr Verwerten von Kalorien, Ihre Stressbelastbarkeit und vielleicht sogar für Ihre Persönlichkeit.

Zwischen der jeweiligen Blutgruppe und der Ernährung Zusammenhänge herzustellen, erscheint nur auf den ersten Blick radikal. Seit langem ist klar, dass ein fehlendes Verbindungsglied in unserem Begriffsvermögen existieren muss, für das, woher unsere Gesundheit oder Krankheitsanfälligkeit rührt. Es muss einen Grund dafür geben, warum sich in Untersuchungen zu Fragen der Ernährung und der Genesung von Krankheiten so viele Widersprüche finden. Außerdem muss es eine Erklärung dafür geben, warum manche Menschen bei einer speziellen Ernährung oder Diät abnehmen, andere dagegen nicht; warum manche Menschen bis ins hohe Alter vital bleiben, während andere geistig und körperlich stark abbauen. Die Analyse der Blutgruppen zeigt eine Möglichkeit auf, wie sich diese Widersprüche erhellen lassen. Je intensiver man den Zusammenhang erforscht, desto plausibler wird er.

Die Blutgruppen sind so elementar wie die Schöpfung selbst. In der meisterhaften Logik der Natur folgen die Blutgruppen einem ununterbrochenen Pfad von der Entstehung des Menschen bis heute. Sie sind die Signatur unserer fernen Vorfahren in der Menschheitsgeschichte.

Heute sind wir dabei zu erforschen, auf welche Weise sich die Blutgruppe als eine Art Fingerabdruck der Zellen verwenden lässt, mit dessen Hilfe sich viele der wichtigsten Geheimnisse, die unser Streben nach Gesundheit umgeben, enträtseln lassen. Das vorliegende Werk stellt eine Erweiterung der neuesten bahnbrechenden Erkenntnisse in der Erforschung des menschlichen Erbgutes (DNA) dar. Die Erkenntnisse auf dem Gebiet der Blutgruppen führt die Wissenschaft der Genetik einen Schritt weiter, indem sich dadurch zweifelsfrei nachweisen lässt, dass jeder Mensch völlig einzigartig ist. Es gibt keine richtige oder falsche Lebensweise, keine richtige oder falsche Ernährung, sondern nur eine falsche oder richtige Entscheidung, abhängig vom jeweiligen genetischen Code des einzelnen.

Wie ich das fehlende Verbindungsglied –
den Stoffwechseltyp – fand

Meine Studien auf dem Gebiet der Blutgruppenanalyse sind die Erfüllung einer lebenslangen Forschung – nicht nur meiner eigenen, sondern auch der meines Vaters. Ich praktiziere in der zweiten Generation als Arzt mit naturheilkundlicher Zusatzausbildung. 1957 schloss mein Vater Dr. James D’Adamo seine Ausbildung an einem College für Naturheilkunde ab (ein vierjähriger zusätzlicher Studiengang). Im Anschluss daran setzte er seine Studien in einigen bekannten Kurorten in Europa fort. Dabei fiel ihm auf, dass vielen Patienten eine streng vegetarische und fettarme Kost – die typischen Kennzeichen der Küche von Sanatorien – gut bekam, sich jedoch bei etlichen keinerlei Anzeichen einer Besserung erkennen ließen. Die Diät verschaffte manchen Personen keine Linderung ihrer Beschwerden, sondern verschlechterte vielmehr den Allgemeinzustand. Mein Vater, ein sensibler Mann, der über ein scharfes Abstraktionsvermögen und große Fachkenntnisse verfügte, kam zu dem Schluss, dass es irgendeine Art Blaupause geben müsse, anhand derer sich die verschiedenen Ernährungsbedürfnisse der Patienten bestimmen ließen. Seine Argumentation lautete: Da Blut die grundlegende Nahrungsquelle des Organismus darstellt, muss irgendein Aspekt des Blutes einen Beitrag zur Bestimmung dieser Unterschiede leisten. Deshalb begann er, seine Theorie zu überprüfen: Er bestimmte die jeweilige Blutgruppe seiner Patienten und beobachtete ihre Reaktionen, wenn man ihnen unterschiedliche Diäten verordnete.

Nachdem er im Laufe der Jahre unzählige Patienten behandelt hatte, zeichnete sich allmählich ein bestimmtes Grundmuster ab. Ihm fiel auf, dass Patienten mit der Blutgruppe A eine eiweißreiche Kost, die reichlich Fleisch enthielt, schlecht bekam, es ihnen jedoch bei einer Diät, die pflanzliches Eiweiß wie Soja und Tofu enthielt, sehr gut ging. Bei diesen Personen führten Milchprodukte in der Regel zu einer reichlichen Schleimhautabsonderung in den Nebenhöhlen und Atemwegen. Empfahl man ihnen, sich mehr körperlich zu betätigen, waren sie meist erschöpft und unwohl; wenn sie leichtere Formen der körperlichen Betätigung wählten, beispielsweise Yoga, so fühlten sie sich frisch und energiegeladen.

Andererseits ging es Patienten mit der Blutgruppe 0, die eine Kost mit viel tierischem Eiweiß zu sich nahmen, sehr gut; sie fühlten sich durch körperliche Betätigung wie Jogging und Aerobic gestärkt. Je mehr mein Vater die Träger der einzelnen Blutgruppen testete, desto mehr wuchs seine Überzeugung, dass jeder Patient einem individuellen Weg zu physischem Wohlbefinden folgte.

Nach dem Motto »Was für den einen gut ist, muss es für den anderen noch lange nicht sein« fasste er seine Beobachtungen und Ernährungsempfehlungen in einem Buch mit dem Titel »One Man’s Food« zusammen. Als das Buch im Jahre 1980 erschien, studierte ich im dritten Jahr Naturheilkunde am John-Bastyr-College in Seattle. Während dieser Zeit wurden in der naturheilkundlichen Ausbildung gerade umwälzende Erfolge erzielt. Am Bastyr-College hatte man sich das Ziel gesetzt, den umfassend gebildeten Arzt für Naturheilverfahren auszubilden: ein Pendant zum Facharzt für Innere Medizin, jedoch mit einer speziellen Ausbildung in Naturheilkunde. Zum ersten Mal ließen sich die Methoden, Verfahren und Substanzen der Naturheilkunde auf wissenschaftlichem Wege mit Unterstützung moderner medizinisch-technischer Verfahren auswerten. Ich wartete auf eine Gelegenheit, die Blutgruppentheorie meines Vaters zu überprüfen. Ich wollte mich davon überzeugen, dass sie den Anforderungen wissenschaftlicher Erkenntnismethoden standhielt. Diese Möglichkeit bot sich mir 1982, als ich für eine Prüfung im letzten Jahr meiner klinischen Ausbildung die medizinische Fachliteratur zu sichten begann. Dabei wollte ich herausfinden, ob eine Korrelation zwischen der Zugehörigkeit zu einer der Blutgruppen A, B, AB und 0 und einer Disposition für bestimmte Erkrankungen bestand und ob meine Ergebnisse die Ernährungslehre meines Vaters stützten. Da das Buch meines Vaters eher auf subjektiven Eindrücken beruhte, die er von den Angehörigen der einzelnen Blutgruppen gewonnen hatte, und weniger auf einer objektiven Auswertungsmethode, war ich mir nicht sicher, ob es mir gelingen würde, eine wissenschaftliche Grundlage für seine theoretischen Überlegungen zu finden. Doch was ich dabei herausfand, war erstaunlich.

Die erste bahnbrechende Erkenntnis kam mir, als ich entdeckte, dass zwei ernste Magenerkrankungen mit einer bestimmten Blutgruppe in Zusammenhang standen. Bei der einen handelte es sich um das Magen-Darm-Geschwür, ein Leiden, das oft mit einem erhöhten Magensäurespiegel verbunden ist. Die Fachliteratur zeigte, dass häufiger Personen mit der Blutgruppe 0 als Personen der übrigen Blutgruppen daran erkrankten. Mein Interesse war sofort geweckt, da mein Vater beobachtet hatte, dass Patienten mit der Blutgruppe 0 Tierprodukte und eine eiweißreiche Kost gut vertrugen, also Lebensmittel, deren Verdauung häufig in erhöhtem Maße Magensäure erfordert.

Der zweite Zusammenhang war die Verbindung zwischen Blutgruppe A und Magenkrebs. Magenkrebs wurde oft mit einer geringen Magensäureproduktion in Verbindung gebracht. Das gleiche gilt für die sogenannte verderbliche oder perniziöse Anämie, ebenfalls eine Erkrankung, die man häufiger bei Personen mit dieser Blutgruppe findet. Die perniziöse Anämie geht oft mit einem Mangel an Vitamin B12 einher, dessen Resorption eine ausreichende Menge an Magensäure erfordert.

Beim Studium dieser Tatsachen wurde mir klar, dass einerseits das Blut der Gruppe 0 Menschen für eine Krankheit anfällig machte, die mit zu viel Magensäure in Verbindung steht, andererseits die Blutgruppe A Personen für zwei Krankheiten prädisponierte, die mit zu wenig Magensäure zusammenhingen.

Das war das Verbindungsglied, nach dem ich gesucht hatte. Somit bestand zweifelsfrei eine wissenschaftliche Basis für die Beobachtungen meines Vaters. Und so entstand meine bis heute bestehende Leidenschaft für die wissenschaftliche Erforschung der Blutgruppen und ihre anthropologischen Voraussetzungen. Im Laufe der Zeit stellte sich dann heraus, dass die ersten Untersuchungen meines Vaters über die Zusammenhänge zwischen Blutgruppe, Ernährung und Gesundheit weitaus bedeutender waren, als selbst er es sich je vorgestellt hatte. In den darauffolgenden Jahren bestätigten wissenschaftliche Forschungen meine anfänglichen Erkenntnisse, zahlreiche Studien über den Zusammenhang zwischen Blutgruppe und beinahe jeder Erkrankung des Stoffwechsels und des Immunsystems wurden publiziert.

Das Werk meines Vaters lebt in mir weiter. Als er 2013 starb, hatte er immer noch seine private Praxis, die den Prinzipien einer individuell zugeschnittenen Ernährung gewidmet war. In einem seiner späteren Werke, nicht lang vor seinem Tod, schrieb er mit der für ihn typischen Leidenschaft und Gewissheit:

»Meine Botschaft ist nach 50 Jahren Praxis unverändert: alle Menschen sind individuell verschieden und gehen aus den Genen beider Eltern hervor; sie werden von der Kultur, Gesellschaft und geographischen Region geformt, in der sie aufwachsen und leben; und sie werden von den vorherrschenden Gedanken geleitet.

Die Blutgruppe eines Menschen – 0, A, B oder AB – ist der wichtigste Anhaltspunkt, den uns die Natur für seine individuellen ernährungsphysiologischen Bedürfnisse gibt.«

Vier einfache Erkenntnisse, die die Geheimnisse des Lebens enträtseln

Ich wuchs in einer Familie auf, deren Angehörige überwiegend die Blutgruppe A hatten. Aufgrund der Erkenntnisse meines Vaters war unsere Ernährung im Wesentlichen eine mediterrane, die aus Lebensmitteln wie Tofu, gedünstetem Gemüse sowie Salaten bestand. Als Kind genierte ich mich häufig und kam mir benachteiligt vor, weil keiner meiner Freunde so etwas »Komisches« wie Tofu aß. Im Gegenteil: Meine Freunde hatten sich mit großem Vergnügen einer anderen »Ernährungsrevolution« angeschlossen, die in den fünfziger Jahren die USA eroberte: Ihre Ernährung setzte sich aus Hamburgern, Hotdogs, fettigen Pommes frites, Schokoriegeln, Eiscreme und reichlich Limonade zusammen.

Heute ernähre ich mich immer noch wie zu Kindertagen, und es schmeckt mir bestens. Jeden Tag nehme ich die Lebensmittel zu mir, nach denen sich mein Körper mit der Blutgruppe A sehnt. Ein ungemein befriedigendes Erlebnis.

In diesem Buch stelle ich die grundlegende Beziehung zwischen der Blutgruppe und der Ernährungs- und Lebensweise vor, mit deren Hilfe man das Beste aus seinem Leben machen kann. Im Wesentlichen beruht dieser Zusammenhang auf folgenden Tatsachen:

Die Blutgruppe – 0, A, B oder AB – ist ein überaus bedeutsamer genetischer Fingerabdruck in Ihrer DNA, insbesondere was die Ernährung angeht.

Wenn Sie die Merkmale der einzelnen Blutgruppen als Wegweiser für Ihre Ess- und Lebensweise verwenden, werden Sie gesünder, erreichen leichter Ihr Idealgewicht und verlangsamen den Alterungsprozess.

Die Blutgruppe sagt mehr über Ihre Identität aus als die Zugehörigkeit zu einer Rasse, Kultur oder geographischen Region. Sie ist eine genetische Blaupause. Sie zeigt Ihnen, wer Sie sind, und zeigt Ihnen, wie Sie gesund leben können.

Der entscheidende Hinweis für die Bedeutung der Blutgruppen findet sich in der Entwicklungsgeschichte des Menschen: die Blutgruppe 0 geht auf die Überlebenskünstler unter unseren Vorfahren zurück: die Jäger und Sammler; die Blutgruppe A entstand in der agrarisch geprägten Gesellschaft; die Blutgruppe B erschien auf dem Plan, als die Menschen nach Norden in kältere, unwirtlichere Gegenden zogen; die Blutgruppe AB schließlich stellt eine durch und durch moderne Anpassungsform dar und ist das Ergebnis der Vermischung unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen. Die Geschichte dieser Entwicklung steht in unmittelbarem Zusammenhang mit den Ernährungsbedürfnissen, die Personen heute entsprechend ihrer Blutgruppe haben.

Was ist nun dieser bemerkenswerte Faktor, die Blutgruppe?

Die Blutgruppe ist eine von mehreren medizinisch erkennbaren Variationen im Menschen und ähnelt insofern stark der Haar- und der Augenfarbe. Viele dieser Variationen, zum Beispiel die Linien eines Fingerabdrucks und Analyse der DNA, werden nicht nur von Gerichtsmedizinern und Kriminologen in großem Umfang verwendet, sondern auch von allen, die die Ursachen und Heilungsmöglichkeiten verschiedener Krankheiten erforschen. Die Blutgruppe ist mindestens genauso wichtig wie die übrigen Variationen; in vielerlei Hinsicht ist sie sogar eine nützlichere Messgröße. Die Blutgruppenuntersuchung ist ein logisches System. Die Hinweise, die sie liefert, sind leicht zu verstehen und leicht zu befolgen. Ich habe zahlreiche Ärzte in diesem System unterrichtet. Sie bestätigen mir, dass sie mit den Patienten, die sich an den darin aufgestellten Richtlinien orientieren, gute Ergebnisse erzielen. Nun möchte ich Ihnen dieses System näherbringen. Wenn Sie die Grundsätze der Blutgruppen beherzigen, können Sie für sich und Ihre Familienangehörigen die optimale Diät zusammenstellen. Außerdem können Sie diejenigen Lebensmittel ausmachen, die zu Unwohlsein führen, zur Gewichtszunahme beitragen und zu chronischen Krankheiten führen.

Schon bald wurde mir klar, dass die Blutgruppenanalyse ein sehr leistungsfähiges Instrumentarium zur Deutung individueller Abweichungen darstellt, was die Gesundheit und Krankheit von Menschen betrifft. Angesichts der zahlreichen verfügbaren Forschungsdaten überrascht es, dass den Auswirkungen der Blutgruppe auf die Gesundheit keine gebührende Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Inzwischen ist meine Arbeit so weit fortgeschritten, dass ich diese Informationen zugänglich machen möchte – nicht nur anderen Forschern und medizinischen Fachkollegen, sondern Ihnen.

Auf den ersten Blick mögen meine Überlegungen zur Lehre von den Blutgruppen geradezu verwegen anmuten, aber ich versichere Ihnen, sie ist so einfach und grundlegend wie das Leben selbst. Ich werde vom uralten Pfad der Evolution der Blutgruppen (der ebenso spannend ist wie die Geschichte der Menschheit) berichten, die Wissenschaft der Blutgruppen entmystifizieren und sodann leicht verständliche, einfach zu befolgende Empfehlungen vorstellen.

Mir ist klar, dass Ihnen all das vermutlich völlig fremd ist. Kaum jemand denkt je über seine Blutgruppe nach, wenngleich sie ein wesentlicher genetischer Faktor ist. Das AB0-Gen bestimmt nicht nur Ihre Blutgruppe, sondern wirkt auch auf viele andere Vorgänge, vor allem auf Gene, die für Stress und für Verdauung zuständig sind. AB0 dient hier als eine Art Schalter, der die Gene je nach Blutgruppe an- oder abschaltet.

Sie werden also vermutlich zögern, sich auf so etwas Fremdes einzulassen, auch wenn die wissenschaftlichen Argumente nicht von der Hand zu weisen sind. Befolgen Sie auf jeden Fall drei Dinge: Sprechen Sie erst mit Ihrem Arzt, bevor Sie beginnen, lassen Sie gegebenenfalls Ihre Blutgruppe bestimmen und richten Sie sich zumindest zehn Tage lang streng nach der Blutgruppendiät. Die meisten meiner Patienten haben bereits nach diesem kurzen Zeitraum einen Anstieg ihrer Leistungsfähigkeit, eine Gewichtsabnahme, weniger Verdauungsprobleme und eine Besserung chronischer Beschwerden wie Asthma, Kopfschmerzen und Sodbrennen verzeichnet. Geben Sie der Blutgruppendiät eine Chance, damit sie Ihnen nützt – so, wie den Millionen Menschen, die bereits darauf schwören. Seit jeher hat das Blut dem Menschen lebenswichtige Nährstoffe bereitgestellt. Jetzt stellt sich heraus, dass es darüber hinaus ein Medium zur Erlangung unseres zukünftigen Wohlbefindens darstellt.

TEIL I

Identität
und
Blutgruppe